12.09.2019

EXKLUSIV-INTERVIEW: Multi-Gastronom Thomas Altendorfer über sein Erfolgsgeheimnis

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Die Restaurantkonzepte von Gastro-Profi Thomas Altendorfer sind landesweit einzigartig. Trotz ihrer unterschiedlichen gastronomischen Ausrichtung  bleibt die Quintessenz immer gleich: Qualität und Herzlichkeit. Ein Gespräch über Betriebe „mit Seele“.
 
Pasching, 12. September 2019 – Linz. Tulln. Wieder retour. 368 Kilometer. Und das mindestens einmal pro Woche. Mit dem „OX Steaks & Grill“ im Kinokomplex Star Movie Tulln in Niederösterreich hat der erfahrene Linzer Gastronom Thomas Altendorfer Ende 2018 erstmals ein Restaurant außerhalb Oberösterreichs eröffnet. Das treibt die Kilometeranzahl seines Autos erheblich in die Höhe. Doch die persönliche Anwesenheit ist Teil des Erfolgsrezepts von Altendorfer und seiner Frau und Geschäftspartnerin Petra. Fast täglich sind die beiden jeweils an einem Standort persönlich vor Ort. Für die herzliche Atmosphäre in den Restaurants sowie die Zufriedenheit der Gäste und Mitarbeiter ist diese Leidenschaft für die Branche und die Disziplin überaus förderlich. Wir  baten  Thomas Altendorfer in seinem OX Restaurant in der PlusCity in Pasching bei Linz zum persönlichen Gespräch.

Herr Altendorfer, Sie betreiben unterschiedliche Konzepte, erfinden sich immer wieder neu, adaptieren, erweitern. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Thomas Altendorfer: Um erfolgreich zu sein, muss man immer am Puls der Zeit bleiben. Die Gastronomie ist sehr schnelllebig geworden. Das ist mit der Zeit, in der ich in der Gastronomie begonnen habe, nicht mehr vergleichbar. Das war 1990. Worauf es seit damals aber immer noch in der Branche ankommt, sind Qualität und Herzlichkeit.

Wie behalten Sie bei der Größe Ihres Unternehmens den Überblick?
Indem ich in den Betrieben sehr oft auch operativ tätig bin. Vor Ort sehe ich Fehler und kann schneller reagieren. Wichtig ist aber auch ein gutes Management im Hintergrund, für Finanzen, Marketing, Mitarbeiter.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Erfahrung in der Gastronomie?
Das war mit fünf Jahren. Damals habe ich im elterlichen Betrieb das Bierzapfen gelernt.

Was war der beste Rat, den Sie für Ihr Berufsleben bekommen haben?
Den besten Rat habe ich von meiner Mutter bekommen, sie war Wirtin mit Leib und Seele. Bei ihr habe ich gelernt, diszipliniert zu arbeiten, aber auch zu verzichten. Am Ende des Tages bekommt man dafür viel zurück.

Welcher war der erste Betrieb, den Sie selbständig geführt haben?
Das war ein in Konkurs geratenes Veranstaltungszentrum in Grieskirchen, das ich übernommen habe. Ich war damals 24 Jahre alt. Den Standort betreibe ich heute noch.

Gibt es bei Ihren Betrieben einen gemeinsamen Nenner?
Jeder Betrieb braucht eine Seele. Gastronomie musst du im Blut haben. Du kannst das zwar lernen, aber die wichtigen Dinge kommen vom Herzen. Wer bei uns mitarbeitet, muss sich mit dem Betrieb identifizieren können. Unsere Mitarbeiter sind unser Kapital, darum arbeiten wir permanent daran, sie zu halten. Manche von ihnen sind seit 25 Jahren bei uns.

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
Als sehr geradlinig. Es kommt auf das Wesentliche an: Freundlich sein, lächeln. Wenn Fehler passieren, sollte man sie akzeptieren und natürlich verbessern.

Wird es Ihnen manchmal auch zu viel?
Vor einigen Jahren hatte ich drei Eröffnungen binnen weniger Monate, das ging an die Substanz. Am Ende war alles gut, aber der persönliche Einsatz war enorm. Ohne die Unterstützung meiner Partnerin wäre das nicht möglich gewesen. Wir sind seit mehr als 30 Jahren ein Team, unsere Beziehung wurde dadurch auch gestärkt. Die Freude, die es uns bringt, unsere Gäste zu begeistern, ist die größte Herausforderung und treibt an.

Sie legen großen Wert auf Qualität und arbeiten dafür auch mit heimischen Unternehmen zusammen. Eines davon ist der traditionsreiche Fruchtsafthersteller Pago. Was schätzen Sie an der Marke?
Was Fruchtsaft betrifft, gibt es für mich zurzeit wirklich nur Pago. Ich schätze die Vielzahl an Produkten. Unsere Gäste bestellen auch ganz bewusst „Pago“ und nicht irgendeinen Saft.

Haben Sie eine Lieblingssorte?
Pago Passion Muskateller Traube. Auf Eis serviert.

Gibt es eine Sorte, die Ihnen im Sortiment noch fehlen würde?
Eine Sorte nicht unbedingt. Vielleicht eher etwas Spritziges.

Bleiben wir abschließend beim Thema Zukünftiges: Wie soll es beruflich weitergehen?
Wir möchten die bestehenden Betriebe weiter stärken und vielleicht noch das eine oder andere zusätzliche Lokal eröffnen. Handlungsbedarf habe ich aber auch noch in puncto Freizeit. Der Ausgleich zum Beruf kommt derzeit noch zu viel kurz.

Das Video zum Interview finden Sie unter folgendem Link zum Download: https://bit.ly/2kJ0dMv

Über Pago
Wie jede Erfolgsgeschichte beginnt auch die von Pago mit einer guten Idee. Die hatten Jakob und Franz Pagitz bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Den Kärntner Brüdern gelang es, Obstsäfte möglichst lange haltbar zu machen – ohne dass dabei der fruchtige Geschmack verloren ging. 1888 wurde „Pagitz Obst“ erstmals in Flaschen gefüllt. Der heute allseits bekannte Markenname Pago – die Abkürzung von PagitzObst – wurde 1949 von Jakob Pagitz Junior eingeführt. 90 Jahre später war das Sortiment auf 60 verschiedene Sorten angewachsen. Bis 1980 waren die fruchtigen Säfte allein der Gastronomie vorbehalten, erst danach unternahm Pago erste Schritte in den Lebensmittelhandel. Seit Anfang 2013 gehört Pago zum Marken-Portfolio von Eckes-Granini, als einer der führenden Hersteller von alkoholfreien und fruchthaltigen Getränken Europas führt Eckes-Granini die Marke Pago erfolgreich in Österreich weiter. Weitere Informationen unter www.pago.at.

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LOEBELL NORDBERG
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Fabian Rommel
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