22.06.2026

Niederösterreichs Schulen überzeugen bei KARDEA! 2026: Drei Projekte unter den besten Finanzbildungsinitiativen Österreichs

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Niederösterreich war beim Finanzbildungswettbewerb KARDEA! 2026 besonders erfolgreich: Mit der MS Asparn an der Zaya, der Landesberufsschule Schrems und der HTL Krems wurden gleich drei Projekte aus dem Bundesland ausgezeichnet. Die Schüler überzeugten die Fachjury mit kreativen und praxisnahen Zugängen zur Finanzbildung und zeigten eindrucksvoll, wie vielseitig wirtschaftliche Themen im Schulalltag vermittelt werden können. Insgesamt wurden 125 Projekte aus ganz Österreich eingereicht. Von Podcasts über Apps bis hin zu künstlerischen Arbeiten zeigten die Teilnehmer, wie vielfältig und praxisnah Finanzbildung heute vermittelt werden kann. Der KARDEA!-Tag und die Preisverleihung 2026 an der Johannes Kepler Universität Linz machten diese Vielfalt sichtbar und würdigten die engagiertesten Schulen des Landes.

• 125 Einreichungen aus allen Bundesländern Österreichs

• Elf ausgezeichnete Projekte sowie erstmals ein Sonderpreis für ein künstlerisches Finanzbildungsprojekt

• Preisverleihung an der Johannes Kepler Universität Linz

• Spannendes Rahmenprogramm mit Workshops, Lesungen, Campustouren,  FLiP Linz Tours und Roboterhund Spot

• Finanzbildung kreativ vermittelt – von Büchern und Podcasts bis hin zu Apps und digitalen Lernplattformen


Linz, 22. Juni 2026 – Der Schulwettbewerb KARDEA! hat bereits zum siebten Mal herausragende Finanzbildungsprojekte von Schüler:innen aus ganz Österreich ausgezeichnet. Insgesamt wurden heuer elf Projekte prämiert, zusätzlich wurde erstmals ein Sonderpreis für ein besonders künstlerisches Projekt vergeben. Mit insgesamt 125 Einreichungen unterstreicht der Wettbewerb erneut die wachsende Bedeutung von Finanzbildung im Schulalltag. Die feierliche Preisverleihung fand auch heuer an der Johannes Kepler Universität Linz statt.

KARDEA! wurde vom Sozialunternehmen Three Coins gemeinsam mit der ERSTE Stiftung und dem  Financial Life Park (FLiP) initiiert. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Finanzministeriums, Kooperationspartnerin und Gastgeberin der Preisverleihung ist die JKU Linz. Ziel des Wettbewerbs ist es, Finanzbildung frühzeitig und praxisnah in den Schulalltag zu integrieren. Mit Unterstützung einer Fachjury aus renommierten Expert:innen wurden auch heuer besonders kreative, lehrreiche und wirkungsvolle Projekte ausgezeichnet.

Junge Ideen für reale Finanzfragen

Wie spricht man mit Jugendlichen über Konsumdruck, Schulden, Investieren oder nachhaltigen Umgang mit Geld? Die diesjährigen KARDEA!-Projekte fanden darauf ganz unterschiedliche Antworten – von Podcasts und Kurzfilmen bis hin zu Apps, Workshops und interaktiven Lernplattformen.
Die ausgezeichneten Schulen zeigten dabei, wie kreativ und lebensnah Finanzbildung heute vermittelt werden kann. Viele der Projekte griffen Themen auf, die Jugendliche unmittelbar aus ihrem Alltag kennen: Taschengeld, Online-Shopping, Trends in sozialen Medien oder den bewussten Umgang mit Geld in einer zunehmend digitalen Welt. So entwickelten Schüler:innen unter anderem Podcasts zur Geschichte des Geldes, gründeten eigene Übungsfirmen, gestalteten Bücher zum Thema Taschengeld, entwickelten Apps gegen Kaufsucht oder digitale Lernplattformen rund um Investitionen und den Kapitalmarkt. Andere Projektteams beschäftigten sich mit Privatinsolvenz, nachhaltigem Konsum oder vermittelten Finanzwissen in interaktiven Workshops für Gleichaltrige. Besonders hervorzuheben ist dabei der außergewöhnliche Umfang vieler Einreichungen: Zahlreiche Klassen und Projektteams beschäftigten sich über mehrere Wochen, teilweise sogar über mehrere Monate hinweg intensiv mit ihren Projekten. Damit wurde Finanzbildung nicht nur punktuell behandelt, sondern nachhaltig in den Schulalltag integriert – ein bemerkenswertes Engagement von Schüler:innen und Lehrkräften gleichermaßen.  

Engagement sichtbar machen

„Finanzbildung ist eine zentrale Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Wer früh lernt, mit Geld verantwortungsvoll umzugehen, kann fundierte Entscheidungen treffen und wirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen. Die Projekte des Finanzbildungspreises KARDEA! zeigen eindrucksvoll, mit wie viel Kreativität und Engagement junge Menschen dieses wichtige Thema aufgreifen. Mein Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, die mit ihren Ideen einen wertvollen Beitrag zur Finanzbildung in Österreich leisten.“, betonte Barbara Eibinger-Miedl, Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen. Auch Goran Maric, Geschäftsführer von Three Coins, hob die Vielfalt der diesjährigen Projekte hervor: „Die diesjährigen Einreichungen haben einmal mehr gezeigt, wie vielfältig Finanzbildung vermittelt werden kann. Ob Podcasts, Bücher, Apps oder Workshops – die Schüler: innen haben Themen aufgegriffen, die sie unmittelbar in ihrem Alltag beschäftigen, und daraus kreative Lösungen entwickelt. Genau das macht KARDEA! aus: Finanzbildung wird greifbar, praxisnah und relevant für junge Menschen.“

FLiP-Direktor Philip List ergänzte: „Junge Menschen treffen heute bereits viele finanzielle Entscheidungen – oft früher als wir denken. Umso wichtiger ist es, ihnen das nötige Wissen und die richtigen Werkzeuge mitzugeben. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Finanzbildung nicht trocken sein muss, sondern spannend, kreativ und lebensnah vermittelt werden kann. Das ist eine wichtige Grundlage für finanzielle Selbstbestimmung.“ Stefan Koch, Rektor der JKU Linz, betonte: „Bildung bedeutet auch, junge Menschen auf die Herausforderungen des Alltags vorzubereiten. Der bewusste Umgang mit Geld gehört zweifellos dazu. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Schulen Finanzbildung innovativ und praxisorientiert umsetzen. Es freut uns sehr, dass die Johannes Kepler Universität Linz Gastgeberin dieser besonderen Veranstaltung sein darf.“

Preisverleihung mit vielseitigem Rahmenprogramm

Die feierliche Preisverleihung fand erneut an der Johannes Kepler Universität Linz statt. Begleitet wurde die Veranstaltung von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit Workshops, Lesungen, Campusführungen und FLiP Linz Tours. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte außerdem Roboterhund Spot, der technologische Entwicklungen für die Teilnehmer:innen interaktiv erlebbar machte.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Grußbotschaften von Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl aus dem Bundesministerium für Finanzen sowie von Bildungsminister Christoph Wiederkehr, die die Bedeutung von Finanzbildung für junge Menschen hervorhoben. Zu den Ehrengästen der Preisverleihung zählten außerdem Gudrun Egger, Vorstandsmitglied der ERSTE Stiftung, Philip List, Direktor des  Financial Life Park (FLiP), Stefan Koch, Rektor der Johannes Kepler Universität Linz, sowie Georg Hans Neuweg, Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Berufspädagogik der JKU Linz. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Bildung, Wissenschaft und Finanzwirtschaft würdigten sie die Leistungen der ausgezeichneten Schüler:innen und Lehrkräfte.

 

Die ausgezeichneten Projekte 2026

Projektbeschreibungen KARDEA!-Preisträger:innen 2025/26

Kategorie VOLKSSCHULE

OVS Speisinger Straße, Wien: „Nachhaltig Wohlhabend“
Im wöchentlichen Fach Technik & Design lernten die Schüler:innen, eigenständig Entscheidungen zu treffen, zu investieren und verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Mithilfe von Stickern kauften sie ihr Material selbst, trafen Investitionsentscheidungen, erhielten „Dividenden“ und arbeiteten gezielt mit Recyclingmaterial. In Mathematik planten sie Budgets, berechneten Einnahmen und Ausgaben und lernten zentrale Finanzbegriffe kennen.

Schule Hahngasse, Wien: „Die Adlerklasse präsentiert: Fragen rund ums Geld“
Die Schüler:innen der Klasse 2 haben Fragen rund um das Thema Geld gesammelt. Ziel war es, diese mithilfe von Podcasts und Zeichnungen kindgerecht zu beantworten. Dadurch sollten nicht nur Eltern und Bezugspersonen, sondern auch andere Kinder, Schulen und sogar Expert:innen angesprochen werden. Zusätzlich erstellten sie Videos, Interviews und Zeichnungen.

VS Waizenkirchen, Oberösterreich: „Was haben Zitronen und Sparschweine gemeinsam?“
Die Schüler:innen haben gemeinsam eine Geschichte zum Thema Taschengeld verfasst. Die Klasse setzte sich unter anderem mit der Frage auseinander, wie man durch bewusstes Teilen anderen helfen kann, etwa durch kleine Spenden oder die Unterstützung Bedürftiger. Aus der Geschichte entstand ein Büchlein, das mit Zeichnungen der Schüler:innen illustriert wurde und gegen freiwillige Spenden im Ort angeboten wurde. Der gesammelte Betrag wurde einer bedürftigen Familie aus derUmgebung gespendet.

Kategorie UNTERSTUFE

Franz Jonas Europaschule, Wien: „Money talks! Schoko-Cookies für Alle“
Im Projekt „Money talks! Schoko-Cookies für Alle.“ hat die 2c eine Übungsfirma gegründet und in ihren gewählten Rollen unterschiedliche Aufgaben übernommen – vom Einkauf über die Produktion und das Marketing bis hin zur Geschäftsleitung. Der Herr Direktor hat sogar Kredit zur Firmengründung gewährt, und die Schüler:innen gaben ihr Bestes, um am Ende des Verkaufs einen Gewinn zu erzielen, und ihre Schulden zu begleichen.

MS Nockberge – Patergassen, Kärnten: „Das mysteriöse Schrumpfen – Finanzbildung hörbar gemacht“
Das Projektteam hat sich mit der lebensnahen Erfahrung beschäftigt, dass Taschengeld oft schneller ausgegeben ist als gedacht. Von dort spannt ein Podcast den Bogen zur historischen Entwicklung des Geldes – vom Tauschhandel über die ersten Münzen bis hin zum heutigen Taschengeld. Abschließend produzierte das Projektteam eine kreativen Podcast-Episode.

MS Asparn an der Zaya, Niederösterreich: „Trend vs. Realität“
Das Projektteam hat sich mit den Themen Kaufsucht, Trends und Finanzen beschäftigt, da sie sie im Alltag betreffen. Für die Inhalte nutzten sie die Erfahrung von Ausflügen im Rahmen der Berufsorientierung, wie der Besuch bei einer Bank oder Informationen der Arbeiterkammer bzw. aus dem Unterricht. Die Schüler:innen drehten zudem einen kreativen Kurzfilm.

Kategorie OBERSTUFE

HTL Anichstraße, Tirol: „TradeMaster & Fit4Finance“
Die beiden Projektteams haben jeweils eine Website entwickelt. TradeMaster ist eine kostenlose Online-Lernplattform, die Anfänger:innen Schritt für Schritt die Grundlagen des Kapitalmarkts vermittelt und abschließend eine Simulation bietet. Fit4Finance hingegen bietet die Möglichkeit, das Investieren anhand historischer Marktszenarien wie dem Corona-Crash zu erproben.

Landesberufsschule Schrems, Niederösterreich: „MoneyGuide: ein Workshop von Jugendlichen für Jugendliche“
An dem Projekt waren drei Klassen beteiligt. Die Schüler:innen führten Recherchen durch und breiteten die Inhalte didaktisch auf. Dabei erstellten sie analoge Informationsmaterialien, Spielelemente und digitale Quizze. Darüber hinaus entwickelten sie einen interaktiven Workshop, der Finanzwissen praxisnah, jugendgerecht und spielerisch vermittelt. Behandelt wurden Themen wie grundlegende Prinzipien des Geldsystems sowie Online-Zahlungssysteme.

HTL Krems, Niederösterreich: „Money Matters: Wie wir über Schulden sprechen“
In diesem Projekt setzen sich die Schüler:innen mit dem Thema Privatinsolvenz auseinander. Durch Rollenspiele und Interviews haben sie die Abläufe eines Insolvenzverfahrens nachgestellt und typische Problemstellungen sichtbar gemacht. Die Interviews wurden mit Vertreter:innen der Schülerschaft geführt, wobei ihre Sicht 5 auf die aktuelle Finanzbildung sowie mögliche Verbesserungen im Bildungssystem beleuchtet wurden.

Business and Design school Lentia, OÖ: App - Mocketpet
Das Projektteam hat eine App entwickelt, deren Ziel es ist, Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Umgang mit Kaufsucht zu erleichtern und sie beim Sparen zu unterstützen. Dabei haben sie haben herausgefunden, dass Sparen am besten gemeinsam funktioniert. Deshalb haben sie eine Auswahl an Begleitern entwickelt, die die Benutzer:innen auf ihrer Reise motivieren und ihnen zur Seite stehen.

Sonderpreis „Besonders künstlerisches Projekt“

Privatgymnasium Avicenna, Wien: „Geld erzählt Geschichten – Banknoten lesen, verstehen & neu denken“
Das Projekt „Geld erzählt Geschichten- Banknoten lesen, verstehen & neu denken“ lädt Schüler:innen dazu ein, Banknoten nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch als kulturelle und gesellschaftliche Dokumente zu verstehen. Anhand internationaler Geldscheine wurden Motive, Werte und Machtverhältnisse kritisch analysiert. Dabei entstand ein Bewusstsein für die Rolle von Bargeld in Bezug auf Privatsphäre und finanzielle Selbstbestimmung. In einem kreativen Prozess gestalteten die Schüler:innen neue Euroscheine mit Bienen als Symbol für Nachhaltigkeit und Zukunft. So verbindet das Projekt Finanzbildung mit Kunst, Demokratiebildung und Umweltbewusstsein.

 

Über KARDEA!

Der Finanzbildungspreis KARDEA! wird seit 2019 vom Sozialunternehmen Three Coins gemeinsam mit der ERSTE Stiftung und dem Erste Financial Life Park vergeben – unter der Schirmherrschaft des Finanzministeriums. Der Wettbewerb richtet sich an Schüler:innen aller Altersstufen in ganz Österreich. In drei Kategorien – „jung und wild“ (Volksschule), „Das Taschengeld wird knapp“ (Unterstufe) und „Almost erwachsen“ (Oberstufe) – können Projekte zu Finanzthemen eingereicht werden.

Weitere Informationen: www.kardea.org 

 

Rückfragen & Kontakt

Goran Maric
Geschäftsführer Three Coins GmbH
goran@threecoins.org 
+43 688 6020 9909

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HTL Krems
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Asparn an der Zaya
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Kontakt

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