26.03.2026
- CEO Dr. Matthias Metz: „2025 war für die BSH ein Jahr wichtiger Entscheidungen. Wir haben uns im Markt behauptet und gezielt die Weichen für unsere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit gestellt.“
- CFO Dr. Thorsten Lücke: „Wir müssen unsere Widerstandskraft stärken und weiterhin gezielt in unsere Zukunft investieren, um langfristig erfolgreich zu sein.“
München/Wien, 26.03.2026 (BSH) – Die BSH Hausgeräte GmbH, in Österreich vertreten mit den Marken Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff und Constructa, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,0 Milliarden Euro. Der Rückgang gegenüber 2024 betrug -1,6 %, in lokaler Währung entspricht das einem Wachstum von +2,8 %. Der größte Hausgerätehersteller in Europa verzeichnete in Nordamerika, Europa sowie den Emerging Markets jeweils ein Umsatzwachstum im Vergleich zu 2024. CEO Dr. Matthias Metz betont die Bedeutung dieser Erfolge: „Wir haben uns in schwierigem Fahrwasser wacker geschlagen. Es war ein Jahr mit viel Gegenwind, in dem sich jedoch gezeigt hat, dass unser Zukunftsfahrplan wirkt.“ In Österreich erzielte die BSH einen Jahresumsatz von rund 296 Millionen Euro und ein Wachstum von +2,1 %.
Auch das Geschäftsjahr 2025 war erneut von zahlreichen Herausforderungen geprägt, darunter unverändert schwache Immobilienmärkte sowie zahlreiche geopolitische Spannungen. Gleichzeitig zeigen die Erfolge in den Wachstumsmärkten jedoch, dass der Zukunftsfahrplan der BSH aufgeht: Mit ihrem starken Markenportfolio, klaren strategischen Entscheidungen, fokussierten Investitionen und einem auf die Bedürfnisse der Märkte zugeschnittenen Produktportfolio gelang es dem Hausgerätehersteller, seine Position in wichtigen Regionen zu stärken und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.
BSH stärkt Marktposition mit Umsatzwachstum in den Regionen Nordamerika, Europa und Emerging Markets
Im Wachstumsmarkt der Region Nordamerika steigerte die BSH ihren Umsatz in lokaler Währung um über +5 % – aufgrund der Entwicklung des US-Dollars auf Euro-Basis um +0,4 % – und gewann erneut Marktanteile hinzu. Hauptverantwortlich dafür war das Wachstum bei den Luxusmarken Gaggenau und Thermador sowie im Bereich der Einbaukühlschränke und Gaskochfelder. Gleichzeitig stärkte die BSH die Marke Bosch sowie ihre Präsenz und Wettbewerbsfähigkeit in der Region gezielt weiter.
Die Region Europa verzeichnete trotz Preisdruck ein Umsatzplus von +1,2 %. So gelang es der BSH, auch unter herausfordernden Umständen im Markt eine Trendwende zu den Vorjahren zu erzielen. Insbesondere ein Umsatzplus von +4 % im Einbaubereich und positive Entwicklungen in lokalen Märkten, unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, Italien oder Österreich, unterstreichen den Anspruch der BSH, als führender Hausgerätehersteller in Europa Märkte aktiv zu gestalten.
In Österreich erzielte BSH mit einem Wachstum von rund 2,1% einen Jahresumsatz von über 296 Millionen Euro. Die unabhängige Organisation Great Place To Work®, bekannt für ihre 30-jährige Erfahrung in der Bewertung von Arbeitgebern weltweit, hat BSH Österreich 2025 erneut als einen der TOP 45 Best Workplaces™ Austria 2025 ausgezeichnet und für 2026 erneut als „Great Place to Work“ zertifiziert. Neben dem Vertrieb von großen und kleinen Hausgeräten der Marken Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff und Constructa spielt auch der eigene Werkskundendienst für die BSH Österreich eine wesentliche Rolle. Mit einem österreichweiten Netz an Service-Technikern und der eigenen Kleingeräte-Werkstatt in Wien konnte die Kundenzufriedenheit erneut gesteigert werden. Dies beweisen interne Kundenzufriedenheitsumfragen sowie externe unabhängige Rankings[1]. Das Service-Geschäft in Österreich war 2025 maßgeblich vom Aussetzen des „Reparaturbonus“ geprägt. Ab Ende Mai führte dies zu einer marktweit geringeren Nachfrage nach Reparaturen. Mit der „Geräte-Retter-Prämie“ wurde die Wiederaufnahme eines etwas reduzierten Förderprogramms für die Reparatur von Elektrogeräten mit Start Jänner 2026 bekannt gegeben. Davon erwartet die BSH Österreich für 2026 positive Effekte auf die Kundenzufriedenheit und das Kundendienstgeschäft mit Reparaturen. Ebenso am Standort in Wien befindet sich die Stilarena, in der sich Interessierte in den Showrooms der verschiedenen Marken zu allen Fragen rund um Hausgeräte unverbindlich und kostenlos beraten lassen können. Die Stilarena feiert 2026 bereits ihr 10-jähriges Jubiläum.
Ein stabiles Umsatzwachstum von +2,3 % – in lokaler Währung sogar um +24 % – zeigte sich ebenfalls in der Region Emerging Markets, zu der unter anderem die Türkei, Osteuropa, der Mittlere Osten, Indien und Afrika zählen. Unterstrichen wird das auch durch eine neue regionale Produktionsstätte in Kairo. Um der Größe, Dynamik und strategischen Bedeutung des indischen Marktes Rechnung zu tragen, wird Indien ab 2026 als eigenständige Region India etabliert.
Einzig die Region Greater China verzeichnete einen Umsatzrückgang von -7,1 % – in lokaler Währung um -3,2 % – aufgrund der anhaltenden Marktschwäche. Dennoch konnte die BSH ihre Position als führender nicht-chinesischer Hausgerätehersteller im Markt behaupten.
Wachstumskurs bei der Mehrheit der Produktfamilien
Viele Produktfamilien der BSH befinden sich trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf Wachstumskurs. So gelang der BSH im Bereich Kochen eine Trendumkehr: Bei Öfen wurde ein Umsatzplus von +2,0 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt, bei Kochfeldern und Dunstabzugshauben ein Plus von +2,6 % – mit einem deutlichen Trend hin zu Kochfeldern mit integriertem Dunstabzug. Auch die Produktbereiche Geschirrspülen (+2,1 %) sowie Consumer Products (+0,1 %) konnten Wachstum verzeichnen. Der Kundendienst der BSH, ein maßgeblicher Faktor für die Sicherstellung der Produktlanglebigkeit und die Zufriedenheit von Konsumenten und Handelspartnern, ist mit einem leichten Umsatzanstieg von +0,3 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls weiter auf Wachstumskurs. Rückläufig war der Umsatz in den Bereichen Kühlen (-4,0 %) sowie Wäschepflege (-1,0 %). Ursächlich hierfür war vor allem das umkämpfte Marktumfeld, das sich besonders in der Region Greater China mit einer negativen Umsatzentwicklung in beiden Produktfamilien niederschlug.
Wichtige Innovationen stärken Zukunftsfahrplan der BSH
2025 bewies die BSH erneut ihre Fähigkeit, durch gezielte Innovationen Lösungen zu entwickeln, die Konsumenten im Alltag begeistern, spürbar entlasten und einen klaren Mehrwert schaffen. Fokussierte Investitionen in Forschung und Entwicklung sorgten für eine noch stärkere Konsumentenorientierung und eine schnellere Marktreife von Produkten und Innovationen. Aus diesem Grund wurden die Investitionen in Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 mit Aufwendungen von 847 Millionen Euro und einem Anteil von 5,6 % am Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht. „Im Markt überzeugende Innovationen, vorangetrieben durch Investitionen sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung, sind einer der Wachstumstreiber der BSH“, so CFO Dr. Thorsten Lücke. Darüber hinaus blieb die BSH mit zukunftsgerichteten Investitionen in Höhe von 463 Millionen Euro und damit 3,1 % des Umsatzes weiter auf einem hohen Niveau und stützte damit ihre Wachstumsstrategie in den Märkten. Investiert wurde beispielweise in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Erfüllung steigender Sicherheitsanforderungen an die IT-Infrastruktur sowie in Kundenservice, Marktpräsenz und Vertrieb.
Leistungsstarke Innovationen für anspruchsvolle Konsumenten
Der Erfolg dieser Strategie zeigte sich auch 2025 durch zahlreiche Produktneuheiten, zukunftsweisende Innovationen und einen starken Fokus auf KI-gestützte Technologien. „Es geht nicht um Technik allein, sondern um Lösungen, die Hausgeräte einfacher und komfortabler bedienbar sowie im Ergebnis besser und verlässlicher machen. In Verbindung mit unserer Ingenieurs-, Design- und Anwendungskompetenz entstehen so Produkte, die konsequent an den Bedürfnissen unserer Konsumenten ausgerichtet sind“, so Dr. Matthias Metz. Unter anderem stellte die BSH den weltweit ersten Einbau-Saug- und Wischroboter unter der Marke Bosch, der unsichtbar in die Küche integriert ist, sowie die weltweit erste Dampfschublade unter den Marken Bosch, Siemens und Neff mit vollwertiger Dampfgarfunktion vor.
Die Produktfamilie der Consumer Products, also insbesondere Bodenpflegegeräte, Küchenmaschinen und Kaffeevollautomaten, stand 2025 besonders im Fokus der Innovationskraft. Die Verkäufe der Küchenmaschine mit Kochfunktion Bosch Cookit konnten ebenso gesteigert werden wie auch das Wachstum bei Kaffeevollautomaten. Mit dem Eintritt in neue Segmente mit Bosch Airfryern und Bosch Spotless Saug- und Wischrobotern erschloss die BSH zusätzliche Wachstumspotenziale.
Ein weiterer Schwerpunkt der BSH liegt auf vernetzten und KI-gestützten Lösungen, die konkreten Nutzen stiften und den Alltag spürbar einfacher machen. Hausgeräte werden so von stillen Helfern zu intelligenten Begleitern. Ein Beispiel für KI-gestützte Anwendungen ist der weltweit erste KI-Rezeptkonverter für den Bosch Cookit, der Online-Rezepte in geführte Kochprogramme übersetzt und damit die Rezeptbandbreite ins Unendliche erweitert. Auch beim Thema Sprachsteuerung setzt die BSH Maßstäbe: In China ist seit Anfang des Jahres der erste Backofen mit vollständig integrierter KI-unterstützter Sprachsteuerung auf dem Markt, weitere Anwendungen in der Wäschepflege folgen in naher Zukunft.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Die Märkte werden auch im laufenden Geschäftsjahr volatil bleiben. Die BSH ist währenddessen von der Richtigkeit und Notwendigkeit der verfolgten Strategie überzeugt. „Eine wirkliche Erholung der Märkte ist nicht absehbar. Auch für 2026 rechnen wir unverändert nicht mit Rückenwind. Aber wir haben das Fundament, um uns auch in schwierigen Märkten zu beweisen“, fasst Dr. Matthias Metz zusammen. „Unser Leitmotiv: Widerstandskraft beweisen und in Zukunft investieren. Genau das haben wir 2025 getan. Genau das setzen wir 2026 konsequent und kraftvoll fort. Unser Anspruch ist Märkte gestalten – mit klaren Entscheidungen, und konsequenter Umsetzung des Zukunftsfahrplans.“
[1] Quellen: Studie „Service-Champions Österreich 2025“ der ServiceValue GmbH, „Branchenmonitor 2025“ der Österreichischen Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS)